Feb 03 2025
View Album
Goodbye Yellow Brick Road
Elton John
Solides Pop-Album mit großen Rock-Anteilen. Vielseitig, kreativ und abwechslungsreich geschrieben und produziert, und dabei trotzdem immer wie aus einem Guss. Schöne Produktion und das Mastering ist warm, mit einigen innovativen Effekten wie einem rückwärts angespielten Gitarrensolo. Generell sind die Gitarren auch ziemlich cool gespielt. Das Album hatte für mich etwas nostalgisches und zugleich zeitloses. Mein Favorit war wahrscheinlich der Opener, der mich sehr an die Arbeit von Wendy Carlos erinnert hat. Der einzige Kritikpunkt wäre für mich vielleicht, dass für meine keine klare Struktur im Album erkennbar war, sondern es für mich wie eine Sammlung von Songs aus der selben „Produktions-Session“ und mir das Album etwas zu lang war. Trotzdem, sehr empfehlenswert.
4
Feb 04 2025
View Album
The Band
The Band
Einige coole Titel mit vielen Dad Rock-Anleihen. Auch ganz gut produziert. Favorit: Up on Cripple Creek.
3
Feb 05 2025
View Album
Wild Is The Wind
Nina Simone
Ein ganz nettes Jazz-Album, bei dem natürlich vor allem die unverkennbare Stimme von Nina Simone im Vordergrund steht. Viele berührende Stück, aber gefühlt ging es in vielen Lieder um irgendwelche Liebesgeschichten, auch wenn sich immer wieder gesellschaftliche Themen dazwischenschleichen, aber alles meist sehr melancholisch.
Mein Favorit: Either Way I Lose, der letzte Track des Albums mit schönen Bläsern.
3
Feb 06 2025
View Album
Revolver
Beatles
Eigentlich ein cooles Beatles-Album, das deutlich den Umbruch der Band zeigt. Merkt man deutlich an einigen Produktionstechniken und den paar Songs mit indischem Einfluss. Wie immer coole Songs, trotzdem radiotauglich. Bemerkenswert finde ich immer die schönen Harmonien im gemeinsamen Gesang. Unangenehm fand ich dagegen öfter das LCR-Panning. Mein Favorit war vielleicht Good Day Sunshine, der so herrlich unaufgeregt und ganz authentisch gute Stimmung vermittelt.
3
Feb 07 2025
View Album
Stand!
Sly & The Family Stone
Wow! Was für ein Banger! Dieses Album sprüht nur so vor Lebensfreude und guter Laune und lässt keinen Fuß stillstehen. Die Dudes sind mit so viel Enthusiasmus bei der Sache, dass das Album mit seiner Mischung aus Rock, Funk und Soul nie langweilig wird. Wahrscheinlich eher eine 4, aber das Album hat mich total begeistert, deshalb die erste 5, auch wenn es zeitgeschichtlich wahrscheinlich nicht so wichtig war. Hammerplatte. Mein Favorit: I Want to Take You Higher (und auch ein bisschen das knapp 14-minütige Sex Machine, und Sing a Simple Song ist auch cool).
5
Feb 10 2025
View Album
You Want It Darker
Leonard Cohen
Der Titel ist Programm: You Want it Darker. Sparsam mit Instrumenten unterlegt, spielt hier die Stimme mit dem unverkennbaren Sprechgesang Cohens die Hauptrolle. Das Ganze klingt wie ein Abschied, mal bitter und traurig, mal hoffnungsvoll. Ein sehr bewegendes Album. Favorit: It Seemed the Better Way.
4
Feb 11 2025
View Album
Lust For Life
Iggy Pop
Dieses Album hat mich nicht begeistert. Die meisten Lieder sind eher durchschnittlich, abgesehen von den zwei bekanntesten Liedern des Albums. Gerade Lust for Life ist ein cooler Rocksong, der mich immer an Trainspotting erinnert. In einigen Liedern hört man den Einfluss von Bowie. Sonst meh. Favorit: LfL.
3
Feb 12 2025
View Album
Face to Face
The Kinks
Klingt für mich wie eine langweiligere Version der Beatles. Lieblingssongs: Too Much On My Mind oder I'm Not Like Everybody Else, cringe.
2
Feb 13 2025
View Album
Reign In Blood
Slayer
Ein sehr energiegeladenes Metal-Album. Viele Lieder waren mir sehr ähnlich, aber es gab auch einige, die ich cool fand. Zum Beispiel der Opener Angel of Death und Raining Blood. Wenn man in der Stimmung ist, kann man es hören.
3
Feb 14 2025
View Album
Club Classics Vol. One
Soul II Soul
Was für ein langweiliges, schlecht produziertes Album. Die Musik klingt wie ganz schlechte Clubmusik und die Texte sind oft so peinlich. Ganz, ganz schwach.
1
Feb 15 2025
View Album
Kid A
Radiohead
Es ist ein Meisterwerk. Schon der Anfang des Albums, wenn "Everything in it's Right Place" zum ersten Mal erklingt, ist absolut überwältigend. Vielseitig, komplex, spannend, ausgewogen und doch Grenzen überschreitend. Es ist, als würde man eine andere Welt betreten, und das macht Kid A so fantastisch. Seit ich Kid Amnesiac gespielt habe, habe ich das Album mit anderen Augen gesehen, es ist einfach ein absolutes Meisterwerk.
5
Feb 16 2025
View Album
Hot Fuss
The Killers
Ab und zu blitzen ein paar gute Momente auf, die an New Wave oder Post Punk erinnern, die aber zu oft von mittelmäßigem Radiopop-Rock übertönt werden. Unterm Strich ist es für mich eines dieser eher nervigen „Indie-Rock“-Alben der frühen bis mittleren 2000er Jahre, die im Radio rauf und runter gespielt wurden. Favorit: Everything will be alright ist eine schöne Schunkel-Ballade für Regentage oder Oktoberfest.
2
Feb 17 2025
View Album
Every Picture Tells A Story
Rod Stewart
Das Album hat mich überhaupt nicht gepackt. Ich habe zwar gemerkt, dass der Typ eine gewisse Leidenschaft für das hat, was er macht, aber es war mir einfach völlig egal und ich musste mich durch das Album quälen. Die Stimme von Stewart kann ich auch überhaupt nicht leiden. I‘m losing you war mein Favorit und eigentlich ein ganz cooler Rocksong, der gegen Ende des Albums kam.
2
Feb 18 2025
View Album
Strangeways, Here We Come
The Smiths
Das letzte Album von The Smiths zeigt, wie vielseitig und großartig diese Band war. Der Sound lebt vom sphärischen, romantischen und introspektiven Gesang von Morrissey und den immer wieder aufregenden Gitarren von Johnny Marr. Hat mir sehr gut gefallen. Am besten gefällt mir das eher ungewöhnliche A Rush and a Push and the Land is Ours, das einen coolen synkopierten Rhythmus hat und weniger Gitarre, dafür aber mehr Keyboards.
4
Feb 19 2025
View Album
Peter Gabriel
Peter Gabriel
Ein ganz spannendes, abwechslungsreiches Album. Manche Songs pompös, fast schon bombastisch produziert, andere ruhiger und zurückhaltender. Hat Spaß gemacht! Besonders gefallen haben mir das skurrile Excuse Me und das epische Down The Dolce Vita.
4
Feb 20 2025
View Album
Straight Outta Compton
N.W.A.
"Hi, hier ist der Mann mit dem großen Penis und einer Pistole in der Hand im mutterfickenden Haus, Schlampe!" So oder so ähnlich wurde ich jetzt für eine Stunde zugelabert. Ich habe mir das Album mehrmals angehört, weil ich mich mit der Bewertung sehr schwer getan habe, denn es fällt mir schwer, die Begeisterung um dieses Album nachzuvollziehen. Der kulturelle Einfluss des Albums steht dabei außer Frage. Es gibt einige Tracks mit ziemlich starken, kraftvollen, interessant produzierten Beats, doch die Qualität lässt leider im Verlauf des Albums nach und was bleibt ist primitives prahlerisches Gehabe über Selbstdarstellung, Gewaltfantasien und jede Menge unerträgliche Misogynie.
Ich kann nachvollziehen, dass das Album als roher Ausdruck der Realität einer marginalisierten Bevölkerungsgruppe gesehen wird, als Ausdruck von Wut und Frustration. Und die kulturelle Bedeutung will ich nicht von der Hand weisen. Aber der Kontext rechtfertigt für mich nicht die Art und Weise des Ausdrucks. Wenn die Beats schwächer werden, bleiben nur Texte, die selten über Prahlerei und provokante Agression hinaus gehen. Es gibt genug andere Künstler, die zeigen, dass man Widerstand und prekäre Lebensrealitäten mit mehr Tiefe verarbeiten kann, ohne ständig in stereotype Gewaltfantasien und Misogynie abzudriften. Ich sehe, warum Straight Outta Compton als Meilensteig gilt, es hat Gangsta-Rap geprägt (was ich auch eher bedauere, wenn man sich anschaut, *wie* groß der Einfluss auf nachfolgenden Rap war) und eine wichtige Stimme gefunden. Aber Einfluss und Qualität sind für mich nicht das selbe. Der historische Wert liegt eher in der Wirkung und nicht der künstlerischen Substanz. Vielleicht spielt mein Hintergrund da auch eine Rolle, dass ich das Album nicht so greifen kann. Aber für mich bleibt es ein überbewertetes Album, das musikalisch und lyrisch mehr verspricht, als es halten kann. Der Titeltrack und Express Yourself haben mir am besten dabei gefallen.
2
Feb 21 2025
View Album
Electric Prunes
The Electric Prunes
Irgendwie kann ich mit dieser 60er-Jahre-Rockmusik nichts mehr anfangen. Das Album klingt, als hätte man The Kinks und die Beatles zusammen in einen Mixer gesteckt, einmal durchpüriert und dann mit der selben Menge an Wasser gestreckt. Ganz langweilige Songs, von denen keiner im Ohr bleibt, das ganze klingt so unglaublich belanglos. Irgendwie halt aber auch nicht ganz beschissen, von daher eher noch gerade so an der 2 dran. Fällt mir sehr schwer, da einen Favoriten rauszupicken, aber ich nehme mal Try Me on for Size (cringe).
2
Feb 22 2025
View Album
There's No Place Like America Today
Curtis Mayfield
Das Album war perfekt, um bei der Fahrt zur Arbeit im Hintergrund zu laufen, aber nicht unbedingt für den bewussten Genuss. There’s No Place Like America Today klingt angenehm, smooth und durchgehend kompetent gespielt, doch genau das wird zu einem Problen: Die Songs verschwimmen zu sehr ineinander. Curtis Mayfields hoher Singsang trägt zur Atmosphäre bei, kann aber auf Dauer auch anstrengend werden. Das Album strahlt eine beständige Wohlfühlstimmung aus, die zwar schön ist, aber irgendwann eher ermüdend als fesselnd wirkt. Highlights: Billy Jack ist ein cooler Opener, und So in Love ist ein wunderschöner Liebessong – doch insgesamt bleibt das Album für mich eher eine stilvolle, aber etwas monotone Klangtapete.
3
Feb 23 2025
View Album
Blood, Sweat & Tears
Blood, Sweat & Tears
Man hört die Leidenschaft und den Ehrgeiz – und trotzdem bleibt das Album merkwürdig unberührend. Blood, Sweat & Tears plätschert in einer ambitionierten, aber letztlich ziellosen Vielfalt vor sich hin. Die Arrangements suggerieren Anspruch, doch sie enden oft in gepflegter Belanglosigkeit. Pseudo-Progressive Rock-Elemente treffen auf lange, komplexe Strukturen, die zwar nach Mühe klingen, aber selten nach Überzeugung. Es ist, als würden routinierte Fahrstuhlmusiker versuchen, sich mit komplizierten Kompositionen selbst zu überlisten – doch am Ende schimmert die gepflegte Austauschbarkeit immer wieder durch. Hier und da blitzt ein Moment auf, der ahnen lässt, was möglich gewesen wäre, doch insgesamt bleibt das Album hinter seinen eigenen Ambitionen zurück. Kein Totalausfall, aber auch nichts, was lange nachhallt – solides Mittelmaß mit Extrarunden in der Selbstbestätigung. Meine Favoriten waren die Variations on a Theme, mit denen das Album eigentlich recht vielversprechend beginnt und auch endet. Da die beiden jedoch keine richtigen Songs sind, würde ich auch noch Blues, Pt. 2 dazunehmen, das auch ein paar Mal etwas spannendes Neues probiert.
2
Feb 24 2025
View Album
Brutal Youth
Elvis Costello
Schon nach den ersten Sekunden hatte ich das Gefühl: Das ist Rockmusik für Leute, die keine Rockmusik mögen. Eingängige Songs mit konventionellen Strukturen, erwartbar instrumentiert und gespielt – alles sauber, alles ordentlich, aber ohne Ecken und Kanten. Elvis Costellos Gesang erinnert mich entfernt an Rod Stewart, weniger im Klang als in der Art, wie er sich unangenehm in den Vordergrund drängt und für mich diesen typischen Radiorock-Vibe verkörpert. Er ist jedenfalls ein sehr schlechter Sänger. Ich habe mich wirklich schwer getan, diesen generischen Sound durchzustehen, und war ehrlich gesagt erleichtert, als das Album vorbei war. Einen Favoriten? Gab es nicht.
1
Feb 25 2025
View Album
Station To Station
David Bowie
Ich habe dieses Album dreimal gehört und es lässt mich immer noch eher ratlos zurück. Dieses Album kommt mir vor wie eine große Suche. Die Suche nach etwas Großem, leider ohne dass die Suche zu einem befriedigenden Ergebnis führt. Auch das Genre ist schwer zu benennen und zeigt viele Einflüsse. Alle Songs sind musikalisch nicht langweilig, gut gespielt, teilweise sogar abwechslungsreich, aber für mich einfach nur Mittelmaß und lassen mich total kalt. Sorry, Bowie. Am besten gefallen hat mir vielleicht der Titeltrack, Station to Station, auch wenn der Umbruch mitten im Song eher seltsam war.
3
Feb 26 2025
View Album
The Genius Of Ray Charles
Ray Charles
Viele Bigband-Liebeslieder, die fast alle gleich klingen und trotz vorhandenen musikalischen Talents ziemlich langweilen. Alles Mittelmaß, ohne aufregend zu sein. Das Album startet eigentlich ganz cool mit einer Coverversion von Let the Good Times Roll, aber lässt dann schnell nach. Der letzte Track, Come Rain or Come Shine, hat mir daneben noch am besten gefallen.
3
Feb 27 2025
View Album
Behaviour
Pet Shop Boys
Eigentlich hatte ich mich auf dieses Synthpop-Album gefreut. Ich hatte vielseitige, interessante Songs erwartet, Depeche Mode mit rosaroter Brille. Das Album hatte einen sehr sphärischen Klang und oft coole Synthesizer, vor allem die Pads waren schön. Jedoch die Songs, in denen sie gespielt wurden, meistens ziemlich langweilig. Und für die nächsten Tage möchte ich bitte keinen Orchester Hit mehr hören, das haben die wirklich zu oft eingebaut. Mein Favorit aus dem Album war vielleicht So Hard.
3
Mar 13 2025
View Album
Back In Black
AC/DC
Das Album trägt richtig dick auf. Fette Gitarren, coole Riffs, treibende Drums. Alles total cool eingespielt und gut abgemischt und produziert. Auch der Gesang nimmt da eine ganz passende Rolle ein, wenn da nicht ständig diese übermäßig dummen Texte wären, in denen es ausschließlich über Rockstar-Lifestyle mit Alkoholkonsum und Sex geht. Die Formel funktioniert ganz gut, wenn man nur wenige Lieder davon hört, doch ganz ganze Album wird irgendwann etwas ermüdend. Mein Favorit ist ganz klar Hells Bells, super cooler Song.
3
Mar 14 2025
View Album
Djam Leelii
Baaba Maal
Schön gespielte Gitarrenmusik mit afrikanischer Prägung, die mich im Stil an Ali Farka Touré erinnert hat, oft repetitiv gespielt. Hat mir sehr gefallen, bis der Sänger mit seiner wirklich unangenehmen Stimme losgelegt hat. Passt zwar irgendwie auch dazu, aber die Stimme ist echt nicht schön. Alles in allem war mir das Album auch zu lang, die Songs auch oft, aber das hat nicht mal so gestört, wenn man sich drauf einlassen kann, da das ganze eine fast hypnotische Wirkung hat. Einen Favoriten habe ich nicht bzw. fällt mir kein Song ein, der da besonders herausstach.
3
Mar 15 2025
View Album
Led Zeppelin III
Led Zeppelin
Okay, hier haben wir ein richtig cooles Rockalbum. Led Zeppelin sind einfach eine der unumstrittenen Legenden der Rockmusik und diese Position haben sie sich unter anderem mit diesem Album erarbeitet. Vielseitige Lieder, die meistens mitreißend sind. Die Energie des kultigen Openers Immigrant Song wird leider nicht mehr erreicht, daneben gibt es mit Since I've Been Loving You eine großartige Bluesrock-Ballade und das zeitlose Tangerine. Leider sind viele der anderen Lieder nicht so großartig. Favorit: Tangerine.
4